FGAN-Institute werden in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert

Senat und Mitgliederversammlung der Fraunhofer-Gesellschaft haben am 23. und 24. Juni 2009 beschlossen, die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN in die Fraunhofer-Gesellschaft zu integrieren. Bereits am 4. Juni hatten die Gremien der FGAN diesem Zusammenschluss zugestimmt. Auch alle relevanten politischen Gremien, Finanz- und Kartellbehörden gaben bereits grünes Licht.

Die Integration der drei FGAN-Institute – für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR, für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE, beide in Wachtberg, sowie für Optronik und Mustererkennung FOM in Ettlingen – erfolgt rechtlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das wird im Sommer sein und dann wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2009. Gleichzeitig soll das FGAN-Institut FOM mit dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB in Karlsruhe zum 1. Januar 2010 fusionieren. Beide Seiten profitieren von der Integration: Die FGAN-Institute bauen sich mit der Öffnung zur zivilen Forschung ein zweites Standbein auf und können so als Fraunhofer-Institute ihre Basis verbreitern. Die Fraunhofer-Gesellschaft stärkt durch die hinzugewonnen Kompetenzen und Einrichtungen ihren Verbund Verteidigungs- und Sicherheitsforschung.

Ausschlaggebend für das Bündeln der Kompetenzen war der Plan des Bundesministeriums der Verteidigung BMVg, die grundfinanzierten Forschungskapazitäten des Ressorts zu konzentrieren sowie die wehrtechnischen Institute für den zivilen Markt zu öffnen. Durch die Bearbeitung von „Dual-Use“-Projekten wird das Knowhow in erweiterten Anwendungsbereichen angesammelt und kommt dadurch sowohl dem militärischen als auch dem zivilen Fortschritt verstärkt zugute.

 

 

 

 
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