Weiträumige Überwachung

Die Überwachung eines komplexen Gesamtgeschehens, das sich auf dem Boden, zur See, in der Luft oder unter Wasser im Verlauf der Zeit weiträumig entfaltet, ist eine Fähigkeit, die auf allen Hierarchieebenen zur Unterstützung militärischer Entscheidungsprozesse benötigt wird. Die Basis für den Aufbau und Erhalt dieser Fähigkeit im Rahmen der Vernetzten Operationsführung (NetOpFü) bilden Sensorvernetzung und die darauf fußenden Verfahren der Sensordaten- und Informationsfusion.

Technische Voraussetzungen für weiträumige Überwachung sind zunächst Kommunikationslinks genügender Bandbreite, Stör- und Ausfallssicherheit sowie geringer Latenz. Für die Transformation der Sensordaten in gemeinsame Koordinaten müssen darüber hinaus die Sensoren in Ort und Zeit hinreichend präzise vermessen sein (Sensorregistrierung, Autokalibrierung). Die Aufklärungssensoren können unterschiedlich angeordnet sein (plattformzentrisch, plattformübergreifend, mobil) und Messdaten gleicher oder verschiedener Art liefern. Die Fusion heterogener Sensordaten besitzt besondere Bedeutung, da zum Beispiel durch Fusion kinematischer Daten mit gemessenen Attributen Objektklassifizierungen ermöglicht werden (SIGINT-Attribute, radiale oder azimutale Zielausdehnung). Im militärischen Kontext sind neben aktiven Sensoren auch passiv arbeitende Systeme wichtig, die eine verdeckte Zielaufklärung ermöglichen. Durch den zunehmenden Einsatz von Multifunktionssensoren werden ferner intelligente Strategien des Sensormanagements benötigt, die auf die verschiedenen Prozesse der Informationsakquisition zurückwirken (Feed-back) und dadurch ermöglichen, die angestrebten Aufklärungsziele wirksamer zu erreichen.


 

 

Projekte im Bereich:
Weiträumige Überwachung
 
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