Das moderne Verständnis der Ergonomie umfasst sämtliche Aspekte der Anpassung und Gestaltung technischer Systeme unter besonderer Berücksichtigung der Eigenschaften und Fähigkeiten des Menschen. Dies setzt auch eine systematische Analyse und Gestaltung der Prozesse des Arbeitsablaufs unter aufgabenrelevanten, inhaltlichen und zeitlichen Gesichtspunkten voraus. Hierfür wird sich nicht auf einzelne Arbeitsplätze beschränkt, sondern vielmehr das gesamte System aus mehreren Arbeitsplätzen und ihren unterschiedlichen Wechselwirkung berücksichtig. In diesem komplexen Gesamtzusammenhang nimmt die Teamarbeit eine hervorgehobene, zentrale Rolle ein. Bei Teamarbeiten gilt es, Aufgaben und Inhalte auf mehrere Ressourcen zu verteilen, um Engpässe zu vermeiden und die Leistung des Gesamtsystems aus mehreren Operateuren und technischen Systemen zu erhöhen.
Teamarbeit wird heute in der Bundeswehr häufig von Teilnehmern am selben Ort durchgeführt. Hierzu zählt beispielsweise die Durchführung von Aufklärungsaufgaben im Spähwagen FENNIK. Besonders durch die netzwerkbasierten Operationsführung (NetOpFü) ergeben sich aber auch Potenziale für verteilte Teamarbeiten. In diesem Falle sind die Teilnehmer nicht mehr am selben Ort, sondern können gemeinsame Aufgaben über große Entfernungen kooperativ bearbeiten. Beispiele hierfür finden sich bei der verteilten Lagebesprechung zur Missionsvorbereitung/-analyse oder bei der Telemaintenance wehrtechnischen Materials. Ein wesentlicher Aspekt zur Quantifizierung der Effektivität und Effizienz von Systemen ist dabei das Situationsbewusstsein. Es wird durch Übertragungsmedien und ihre Charakteristiken maßgeblich beeinflusst.