Im Forschungsfeld Verteilte FüInfoSys werden der strukturelle Aufbau und die rollenbasierten Funktionalitäten von Führungsinformationssystemen (FüInfoSys) zur Unterstützung einer vernetzten Operationsführung (NetOpFü) untersucht. Derartige Systeme müssen einen streitkräftegemeinsamen, ebenenübergreifenden Kommunikations- und Informationsraum bereitstellen, in dem prinzipiell jeder Nutzer an jedem Ort innerhalb aufeinander abgestimmter Prozesse die von ihm benötigten Informationen einsehen bzw. gewonnenen Informationen einspielen kann. Die Realisierung eines solchen gemeinsamen Informationsraumes ist Voraussetzung für eine übereinstimmende Beurteilung der militärischen Lage.
Die von NetOpFü geforderte hohe Flexibilität kann erst durch den Einsatz leistungsfähiger verteilter FüInfoSys gewährleistet werden. Die Systeme müssen zeitnahe an den sich schnell ändernden Informationsbedarf angepasst werden können. Neu Informationsflüsse und -dienste müssen sich dynamisch und verzugsarm für beliebige Knoten im gesamten Netzwerk einrichten lassen. Zusätzlich müssen die Systeme unterschiedliche Infrastrukturen und Randbedingungen (heterogene Endgeräte, variierende Übertragungskapazitäten bis hin zum Totalausfall, etc.) berücksichtigen. Zu den Aufgaben des Forschungsfeldes gehören die Konzeption entsprechender Systemarchitekturen, die Auswahl geeigneter Technologien und die prototypische Erprobung.
Weitere Schwerpunkte sind prozessorientierte Datenbanken sowie die Entwicklung grafischer Interaktionssysteme zur Visualisierung und Bearbeitung georeferenzierter Daten.